Arzneimitteltherapiesicherheit

Cluster 2:
Arzneimitteltherapiesicherheit

Ziel des Clusters ist die Entwicklung einer elektronischen Medikationsplattform (AiDRheinNeckar), auf welcher alle Medikamente eines Patienten aktuell und für alle am Versorgungsprozess Beteiligten (Patienten, Ärzte, Apotheker, Gesundheitsberufe) übersichtlich einsehbar sind. Zudem werden den Patienten individualisierte Informationen zur Arzneimittelanwendung zur Verfügung gestellt und können Ärzte und Apotheker verschiedene Module zur wissensbasierten Entscheidungsunterstützung nutzen.

Die Medikationsplattform wird unter Einbeziehung von Patienten, Ärzten und Apothekern als maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die sektorenübergreifend für die verschiedenen Nutzergruppen verfügbar ist. Dabei ersetzt die Medikationsplattform nicht die Primärdokumentationssysteme in Arztpraxen und Apotheken sondern soll über Schnittstellen mit ihnen Medikationsdaten austauschen und zusammenführen.

Insgesamt soll durch diese einrichtungsübergreifende Möglichkeit die Arzneimitteltherapiesicherheit optimiert und Patienten in ihrer Arzneimitteltherapie unterstützt werden. Die Entwicklung der Medikationsplattform wird wissenschaftlich begleitet und der Nutzen für die ambulante Patientenversorgung evaluiert.

Ansprechpartner:

Jens Kaltschmidt
Universitätsklinikum Heidelberg
Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie

jens.kaltschmidt@med.uni-heidelberg.de

Arzneimittel-Therapiesicherheit durch elektronische Wissensbasen (P4)

Ziel des Projekts AiDRheinNeckar ist die Entwicklung eines elektronischen Medikamentenplans der integriert in die PEPA Patienten Hilfestellung bei der Arzneimittelanwendung geben soll. In einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pharmazeuten und IT-Spezialisten unter Einbeziehung von Selbsthilfegruppen wird eine praktikable und mit den Benutzern abgestimmte Lösung entwickelt, die durch die Integration in die PEPA Sektor-übergreifend den verschiedenen Arzneimittelanwendern zur Verfügung steht.

Neben den allgemeinen Arzneimittelinformationen erhält der Patient die Möglichkeit, seine gesamte medikamentöse Therapie aktuell zu halten, und kann zusätzlich spezifische Hinweise zur Arzneimittelapplikation einholen. Auf Wunsch kann er sie mit dem Hausarzt oder einem Apotheker besprechen. Diese einrichtungsübergreifende Möglichkeit wird die Arzneimitteltherapiesicherheit deutlich erhöhen, da die wissenschaftlich fundierten Hinweise im System sowohl für Ärzte als auch für Patienten individualisiert sind. So erhält jeder Nutzer die für ihn relevanten und verständlichen Informationen. Die Entwicklung wird in einem weiteren Projekt (P5) wissenschaftlich evaluiert, um so den Nutzen unter Beweis zu stellen und auszuschließen, dass durch die neuen Werkzeuge Schaden entsteht.

Unsere Partner mit dem Einsatz der elektronische Wissensbasen:

Ansprechpartner:

Dr. Cornelia Mahler
Universitätsklinikum Heidelberg,

Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung

cornellia.mahler@med.uni-heidelberg.de

Arzneimitteltherapiesicherheit für den Bürger: Optimierung der einrichtungs-übergreifenden Arzneimitteltherapie (P5)

Das Ziel des Projekts „Patientensicherheit“ ist die Verbesserung der Arzneimittelinformation für den Patienten in der Hausarztpraxis und in der Apotheke. Es baut auf das Entwicklungsprojekt Arzneimittel-Wissensbasis auf. Der Patient erhält sowohl durch das Praxisteam in der Hausarztpraxis wie auch in der Apotheke eine individualisierte und gleichzeitig abgestimmte Information zu seinen Medikamenten. Dies soll die einrichtungsübergreifende Arzneimitteltherapiesicherheit optimieren, Versorgungsbrüche in der Medikationstherapie minimieren und die Therapietreue des Patienten erhöhen. Insgesamt wird die Zufriedenheit der Patienten mit den Informationen zu ihrer Medikation, die Arzneimittel-Therapietreue der Patienten und die Kooperation zwischen den Leistungserbringern (Hausarzt, Apotheke) verbessert.

Eine Literaturanalyse und Fokusgruppen mit Ärzten, Apothekern und Patienten dienen der Erfassung der bestehenden Probleme und der Bedürfnisse von Diabetespatienten in der Arzneimittelinformation. Daraus entstehen die Anforderungsanalyse an das Lastenheft für die Entwicklung eines individualisierten Medikamentenplans (AiDRheinNeckar) und die Wissensbasen. Im Rahmen einer Interventionsstudie werden die Auswirkungen des Medikamentenplans und der Wissensbasen evaluiert und deren Akzeptanz und Nutzen auf Patientenseite evaluiert.

Unsere Partner der Arzneimitteltherapie: